Von der Subprime-Krise zur Finanzkrise: Ursachen, Auswirkungen, Handlungsempfehlungen
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Magier der Märkte. Interviews mit Top-Tradern der Finanzwelt
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Juli 8th, 2010 um 16:34
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Der Titel des Buches hat viel versprochen. Das wars dann auch. Was in dem Buch folgt, ist eine Aufarbeitung der Vergangenheit und dies nicht einmal gelungen und spannend. Handlungsempfehlungen und Rückschlüsse werden nur allgemein und am Ende kann kurz (4 Seiten) gezogen. Man erfährt dabei aber keine Neuigkeiten. Schade um die Zeit, die man beim Lesen verbringt, und Schade um das Geld. 5* Rezensionen können nur von Lesern kommen, die sich zum ersten Mal mit dieser Materie beschäftigen. Denen sei aber gesagt, dass es bessere Literatur gibt. Mir kommt vor, als will man nur Geld mit der Herausgabe von Büchern machen.
Juli 8th, 2010 um 17:04
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Ich habe die Finanz- und Wirtschaftskrise intensiv verfolgt und bin von den negativen Auswirkungen persönlich stark betroffen. Daher habe ich das Buch gekauft, um ein vollständiges Verständnis der Ursachen und Auswirkungen zu erwerben und dies möglichst noch in angenehmer Form präsentiert zu bekommen. Es ist aus meiner Sicht überhaupt nicht berechtigt, das Buch als unterhaltsam zu bezeichnen oder gar zu werten, dass es sich wie ein Krimi liest. Sicher behandelt das Buch die wichtigsten Aspekte aus Sicht von Finanzfachleuten. Viele Begriffe werden erläutert. Die Zusammenhänge von den Hypothekenkrediten über die Verbriefung bis zu den Investoren, den Rating-Agenturen, der Rolle der Politik und der Zentralbanken sowie den Auswirkungen auf die Aktienmärkte und die Geschäftsbanken werden durchaus verständlich behandelt. Allerdings ist das alles ausgesprochen langweilig in einer Sprache von Beratern formuliert. Besonders störend habe ich auch empfunden, dass die Konsequenzen für die Hypothekennehmer in den USA, für die Aktionäre weltweit, für die Staatshaushalte und für die Realwirtschaft in keiner Weise angemessen erörtert werden. Die miserable Kommunikation seitens der Banken, beispielsweise die seit langem zu verfolgende Schönfärberei seitens der Deutschen Bank, wird nicht einmal erwähnt. Auch auf das Thema der Bonuszahlungen in den Finanzinstituten, das nach meiner Ansicht eine große Bedeutung hat, wird kein kritischer Blick geworfen. Und mit den ausführlichen Handlungsempfehlungen, z. B. – Weiterentwicklung der Regeln zur Bilanzierung – oder – Basel II vor weitergehenden Schritten erproben – kann ich als wirtschaftlich Interessierter, an den sich das Buch ja auch wenden will, nichts anfangen. Hier haben sich Berater ausgelassen, die zeigen wollen, wie toll sie sind. Die Zeit für das Lesen des Buches war vergeudet.
Juli 8th, 2010 um 17:57
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Die Autoren stellen zu Beginn des Buches einige Forschungsfragen, welche sie im Anschluss Kapitelweise abarbeiten.
Die Fragen:
Wie entstand die Subprime Krise?
Hat sich diese Krise zu einer Finanzkrise ausgeweitet?
Schlägt die Finanzkrise auf die Realwirtschaft durch?
Welche Länder sind betroffen? Kommt es gar zu einer Globalen Krise?
Alle reden von Krise. Sehen wir nicht schon das Licht am Ende des Tunnels?
Wer ist eigentlich Schuld an den aktuellen Problemen?
Man hört viel von Private-Equity und Hedgefunds. Haben diese die Krise gar verstärkt?
Oder waren es die Ratingagenturen, die Hypothekenbanken oder die Investmentbanken?
Was können jetzt die Zentralbanken tun, um das Gespenst “Stagflation” zu vertreiben?
ABS, MBS, CDO’S. Haben die Banken die Produkte verstanden? Was verbirgt sich dahinter?
Spiegeln die Aktienmärkte die gegenwärtige Lage adäquat wieder?
Ist die Finanzmarktkrise eine von vielen Krisen in der Wirtschaftsgeschichte, und wird es bald wieder Krisen geben?
Positiv zu bemerken ist, dass alle verwndeteten Begriffe ausführlich erklärt sind.
Schwachpunkte sind die oberflächliche Beantwortung der Forschungsfragen. Beispielsweise wir das Entstehen der Subrime Krise anhand der Wandlung der ursprünglichen Niedrigzinspolitik der USA in eine angemessene Zinspolitk bzw. der Auswirkungen auf den Interbankenmarkt erklärt. Auf Gründe für die niedrigen US-Zinsen wird nur die US-Politik und die Dot-Com Blase angeführt. Auf Zusammenhänge mit dem Ausenhandelsdefizit der USA und der Koppelung Asiatischer Währungen an den Dollar wird nicht eingegangen. Derartige Zusammenhänge kann man beim beispielsweise in den Gutachten des Sachverständigenrates ab ca. 2005 nachlesen.
Ein weiterer großer Schwachpunkt ist das Unvollsändige Literaturverzeichniss. Das vollständige Verzeichniss kann man zwar beim Oldenburgverlag erhalten. Bei diesem Preis ist eine solche Vorgehensweise allerdings eine Zumutung.
Weiterhin zu bemängeln: die Autoren haben noch ein ähnliches Buch herausgebracht (Von der Wallstreet zur Mainstreet), in diesem finden sich sehr ähnliche Forschungsfragen. Es drängt sich hier der Verdacht der Abzocke auf.
Juli 8th, 2010 um 18:20
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Da ich mich mich momentan diplomarbeitsbedingt mit der Thematik Finanzkrise auseinandersetze, kann ich nur hoffen dass sich meine Arbeit nicht so unstrukturiert und zusammnegewürfelt lesen wird, wie dieses Buch.
Es scheint, als ob die Autoren schnell ein Stapel Seiten zusammenkriegen wollten, schnell noch das Wort “Finanzkrise” drauf und ab damit in den Druck.
Das einzig wertvolle an diesem Buch schien mir die Literaturliste zu sein, die beim Oldenbourg-Verlaf runtergeladen werden kann. Deren Quellen (die lieblos und fragmentarisch in dem Buch wiedergekäuht wurden) geben einem Interessenten mehr Aufschluss!!!
Nicht kaufen!
Juli 8th, 2010 um 18:47
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Ich habe mir dieses Buch in der Hoffnung gekauft, fachliche Antworten über die Ursachen und Zusammenhänge bzgl. der Subprime-Krise und der Finanzkrise darin zu finden. Aber leider wurde ich enttäuscht:
- Die Inhalte wirken flach, ein Mehrwert an Informationen ist nicht zu finden.
- Fast überall fehlen Quellenangaben, sind Quellenangaben vorhanden, so fehlt ein entsprechender Eintrag im Literaturverzeichnis, das man sich auf der Homepage des Verlages downloaden muss.
- Ebenso fehlen elementare Grundbestandteile wie bspw. ein Abkürzungsverzeichnis.
- Das Buch hat keinen wirklichen Lesefluss, daher fällt es sehr schwer länger darin zu lesen.
- Zusammenhänge werden bestenfalls nur andeutungsweise dargestellt oder überhaupt nicht erläutert.
Ich finde dieses Buch daher nicht lesenswert und kann es leider nicht weiter empfehlen.
Juli 8th, 2010 um 19:11
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Dieses Buch gehört zu den Klassikern englischer Börsenliteratur
und fristet meiner Meinung nach zu Unrecht ein Schattendasein
hier im deutschsprachigen Raum.
Obwohl dieses Buch keine genauen Zielvorgaben dafür gibt,
wie man erfolgreich tradet, so vermag es umso mehr, über
seinen eigenen Handlungen im verstärkten Umfang nachzudenken.
Kein Börsenbuch hatte es bisher derart geschafft, eigenes
Handeln so selbstkritisch zu hinterfragen. Es ist nicht
so sehr das Offensichtliche, was dieses Buch so lesenwert macht,
sondern das Subtile, gepaart mit einer sehr guten deutschen
Übersetzung.
Juli 8th, 2010 um 19:16
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Auch wenn es hier bei Amazon nicht mehr erhältlich ist, gehört es meiner Meinung nach sehr wohl zur “Privatausbildung” des Hobby-Händlers zu Hause.
Wer für sich selbst noch keine Strategie zurecht gelegt hat, wird durch die Interviews von Schwager mehrere für sich erfolgreiche Strategien herauslesen und so zumindest über Alternativen nachdenken, auf die man vielleicht selbst nicht kommt.
Ich habe es als Motivationshilfe nach gescheiterten Trades empfunden, von erfolgreicheren Händlern zu lesen und auch wenn nicht allen Angaben geglaubt werden sollte, so zeigt es doch ganz klar, dass nichts unmöglich ist.
Juli 8th, 2010 um 19:29
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Merkwürdigerweise wird der zweite Teil von Schwagers unendlicher Interviewserie in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen als der erste. Nummer Eins enthält dagegen Interviews mit Leuten, die heute Giganten der Hedgefond-Szene und wirkliche Legenden sind.
Der Börsenpsychologe Van Tharp hat auf geheimnisvolle Weise ausgerechnet, dass es folgende “Bestandteile” des Tradings gibt: 60% Psychologie, 30% Position Sizing und 10% System. Irgendwie steckt in dieser Aussage die Voraussetzung, dass wir ein System oder eine Methode besitzen, die nachweislich profitabel ist, denn sonst nützen uns weder Psychologie noch Position Sizing wirklich etwas. Wir können davon ausgehen, dass alle in diesem Buch interviewten Trader eine solche profitable Handelsmethodik besaßen und sie erfolgreich anwandten.
Natürlich ist nicht zu erwarten, dass auch nur einer von ihnen uns verrät, wie er wirklich handelt. Noch werden wir erfahren, wie er sein Kapital einsetzt, wie groß seine Positionen sind und wie er diese Größe bestimmt. Eine wirklich singuläre Ausnahme bildet dabei Linda Bradford-Raschke mit ihrem Buch “Street Smarts”. Aber selbst dort erfahren wir nur einen kleinen Teil der Wahrheit. Um tatsächlich von einem erfolgreichen Trader zu lernen, müssten wir die Gelegenheit haben, ihm ausreichend lange zusehen zu können und uns sein konkretes Vorgehen erklären zu lassen. Alles andere ist eine schöne Illusion.
Aber nehmen wir einmal an, uns wäre diese Gelegenheit gegeben worden. Dann würden wir vielleicht versuchen, das Gesehene zu kopieren und feststellen, dass wir es nicht können. Wir würden scheitern, nicht weil wir zu blöd sind, sondern weil wir eine andere innere Verfassung, ein anderes Temperament oder eine andere Denkweise besitzen. Bevor wir nicht unseren eigenen Stil gefunden haben, werden wir immer wieder Probleme bekommen.
Die Essenz dieses Buches, wie aller Interviews mit erfolgreichen Tradern, die ich jeden Monat in einer Fachzeitschrift lese, ist doch, dass alle diesen Prozess der Selbstfindung mehr oder weniger durchmachen mussten. Manchmal ist er lang und kostet viel Geld, manchmal ist er auch kürzer. Jeder, der Trader werden will, muss diesen Weg gehen und herausfinden, welche Art des Handelns zu ihm passt. Alle erfolgreichen Trader haben gemeinsame Eigenschaften: Sie sind extrem diszipliniert und wissen, dass sie es waren, die einen Fehler gemacht haben, wenn es einen gibt. Sie sind ungewöhnlich realistisch, mutig und entschlossen, wenn der Augenblick des Handelns kommt, und sie wissen, dass Verluste zum Geschäft gehören. Denn dies ist ein Geschäft. Es ist ein gnadenloser Spiegel unseres inneren Zustandes. Und nicht jeder hält das aus.
Diese Einsichten sind wie schon im ersten Teil das einzig wirklich Konkrete, was man aus diesem Buch entnehmen kann. Aber sie sind auch hier ihr Geld wert.
Man wird auch durch das Lesen eines weiteren Interview-Buches nicht wirklich schlauer. Aber es motiviert. Vielleicht baut es auch den einen oder anderen nach einem Fehlgriff wieder auf, wenn er hört, dass die meisten der hier Interviewten schon einmal pleite waren. Nur: wir machen konkrete Fehler und haben ein konkretes Problem, wenn es nicht so klappt wie es klappen sollte. Bei der Lösung solcher Probleme hilft das Buch natürlich nicht.
Juli 8th, 2010 um 19:47
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Jack D. Schwager, selber Trader und Entwickler von Handelssystemen, hat vor über zwanzig Jahren die bedeutensten Trader der Vereinigten Staaten aufgesucht und sie zu ihren Tradingprinzipien befragt.
Herrausgekommen ist ein zeitloses Buch, dass nicht nur Anfängern eine große Hilfe ist. In den 17 Interviews kristallierte sich das Bild eines Berufes herraus, der gekennzeichnet ist von harter Arbeit und Selbstdisziplin. Gerade der Begriff Disziplin zieht sich durch alle Interviews.
Vorgestellt werden verschiedene Trader mit Kurzbiographie und ihren Tradingansätzen (Fundamentale und Techniker) und ihren Tradingprinzipen. Ein wirklich empfehlenswertes Buch für alle (angegehenden) Trader und Investoren. Man bekommt die Werte Disziplin, Risikomanagement und Geldmanagement geradezu eingehämmert.
Juli 8th, 2010 um 20:47
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Der zweite Teil der Magier der Märkte ist genauso aufgebaut, wie der erste Teil. Die Interviewpartner sind hochklassig und ihre Antworten geben viele Aufschlüsse. Insgesamt meiner Meinung nach nicht ganz so gut wie der erste Teil aber immer noch Spitze. Besonders empfehlenswerte Interviews: Bill Lipschutz, William Eckhardt und Monroe Trout.